Dr. Michael Gerber, Weihbischof im Erzbistum Freiburg, wird neuer Bischof von Fulda

Brief von Weihbischof Dr. Michael Gerber an die Gläubigen in den beiden Bistümern Fulda und Freiburg

 
Dr. Michael Gerber, Weihbischof im Erzbistum Freiburg, wird neuer Bischof von Fulda

Liebe Schwestern und Brüder im Bistum Fulda und im Erzbistum Freiburg!

Am heutigen Tag hat Papst Franziskus mich zum Bischof von Fulda ernannt. Unserem Heiligen Vater, Papst Franziskus, seinen Mitarbeitern und dem Dom­kapitel zu Fulda danke ich für das große Vertrauen, welches darin zum Aus­druck kommt. Viele Menschen im Bistum Fulda haben in den vergangenen Monaten den Vorgang der Wahl und der Ernennung des neuen Bischofs im Gebet begleitet. Ihnen gilt von Herzen mein Dank. Es ist meine tiefe Überzeu­gung, dass in unserer Kirche nur das fruchtbar werden kann, was vom Gebet getragen ist. So durfte ich es auf meinem Weg hin zum Priestertum, in den vergangenen fast 22 Jahren meines priesterlichen Dienstes und den fünf Jah­ren als Weihbischof immer wieder auf beeindruckende Weise erfahren. Um dieses Gebet bitte ich auch für die Zukunft, wenn ich als vergleichsweise jun­ger Bischof mit der Leitung des Bistums Fulda betraut sein werde.

Wir leben in einer Zeit, die sowohl für die Kirche als auch für die Gesellschaft insgesamt von großen Herausforderungen gekennzeichnet ist. Nicht zuletzt der furchtbare Terroranschlag am 11. Dezember in Straßburg - nur wenige Ki­lometer von meiner Heimat Oberkirch entfernt - hat uns dies erneut vor Augen geführt. Auf unserem Weg durch den Advent gilt unsere besondere Aufmerk­samkeit all jenen, deren Leben von solchen Erfahrungen gezeichnet ist.

Bisher hatte ich nur wenige Begegnungen mit Menschen im Bistum Fulda: Dankbar schaue ich auf Begegnungen und Gespräche im Kontext der Herbstvollversammlungen der Deutschen Bischofskonferenz zurück, ebenso auf das Liobafest im vergangenen Jahr auf dem Petersberg oder eine sehr beeindruckende Begegnung vor einigen Jahren am Point Alpha und an­schließend mit engagierten Katholiken in Geisa. Heute möchte ich allen Men­schen danken, die in den vergangenen Jahren Verantwortung für das Bistum Fulda getragen haben und noch tragen. Allen voran ist dies mein Vorgänger, Bischof Heinz-Josef Algermissen und mit ihm viele Engagierte, die auf unter­schiedlichen Ebenen im Bistum aktiv sind. Die kommenden Monate und Jah­ren werden von vielen Begegnungen mit Ihnen geprägt sein. Ich freue mich sehr, Sie kennenzulernen. Bei der Frage nach der Zukunft der Kirche ist das für mich ein wesentlicher Bezugspunkt: Was hat Gott in und durch die jeweils konkreten Menschen wachsen lassen , welche Geschichte hat er bisher mit uns geschrieben und zu welchem neuen Schritt möchte er uns heute heraus­fordern?


Es fällt mir nicht leicht, vieles, was mir in den vergangenen Jahren im Erzbistum Freiburg wertvoll geworden ist, zurück zu lassen. Mit vielen Menschen bin ich Wege gegangen, die mein Leben sehr bereichert haben und die mein Selbst­verständnis als Priester und Bischof in der Kirche von heute entscheidend ge­prägt haben. Ihnen allen bin ich sehr dankbar. Sie haben mir vieles mit in mein „Gepäck" gegeben, das ich nun auch mit nach Fulda nehmen darf. Viele Wege und Prozesse hätte ich gerne auch künftig mitgestaltet. So hoffe ich, dass es mir in den verbleibenden Wochen in Freiburg noch gelingt, den einen oder anderen Vorgang an einen guten Punkt zu bringen. Danken möchte ich Erzbischof Stephan Burger und allen, die im Erzbistum Verantwortung getra­gen haben und noch tragen für das Vertrauen, das sie mir entgegengebracht haben.

Meine Ernennung fällt in die Tage, in denen Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht von Bethlehem in unsere Gemeinden bringen. Für mich ist das ein wertvolles Zeichen: Wenn der Wind bisweilen auch heftig bläst, das Licht von Bethlehem findet unaufhaltsam seinen Weg. Wir dürfen uns entzün­den lassen von diesem Licht, dass ER, der Herr selbst ist. In Bonifatius finden wir einen Heiligen, der ganz von diesem Licht entzündet war und der für das Evangelium geglüht hat. Ich bin überzeugt, dass im Bistum Fulda viel von die­ser Glut lebendig ist. ,,Und das Wort ist Fleisch geworden..." - so hören wir es wieder in den kommenden Tagen. Lassen wir uns neu überraschen, wo SEIN Wort uns heute trifft und was es in uns zum Leuchten und zum Glühen bringt!

Allen im Bistum Fulda und im Erzbistum Freiburg wünsche ich von ganzem Her­zen ein gnadenreiches und gesegnetes Weihnachtsfest!

Ihr

+ Michael Gerber
Weihbischof in Freiburg, ernannter Bischof von Fulda

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